Zurück zu den Künstlern

Royal Philharmonic Orchestra, Vasily Petrenko

Biografie

Es ist die Mission des Royal Philharmonic Orchestra (RPO), das Leben der Menschen zu bereichern, indem es ihnen Erlebnisse bietet, die von kompromissloser Vorzüglichkeit und allumfassendem Reiz geprägt sind; damit steht es an vorderster Stelle in der Musikwelt von Großbritannien, aber auch auf internationaler Ebene. Das Orchester gibt in der Regel etwa 200 Konzerte pro Jahr und erreicht so – direkt oder online – mehr als 60 Millionen Zuhörer weltweit. Es ist stolz auf sein vielfältiges Repertoire und spricht ein breites Publikum an. Priorität hat die künstlerische Integrität, doch zögert das RPO auch nicht, Grenzen zu überschreiten. Es macht sich ebenso gut bei Aufnahmen der Original-Soundtracks von Videospielen, Filmen und Fernsehsendungen und der Zusammenarbeit mit Stars der Popmusik wie auf Welttourneen, bei denen es die großen symphonischen Werke spielt.

In seiner Geschichte konnte das RPO immer wieder die interessantesten Musiker als Partner gewinnen. Im August 2021 hatte das Orchester das Vergnügen, Vasily Petrenko als neuen Chefdirigenten willkommen zu heißen. Zu den herausragenden Momenten der letzten Jahre gehören das prestigeträchtige Galakonzert zum 75. Bestehen des RPO (mit Sheku Kanneh-Mason, Mitglied des Britischen Verdienstordens, und Sir Bryn Terfel), die Aufführung von Mahlers drei Chorsymphonien in der Royal Albert Hall und Werken von Elgar und Rachmaninow in der Royal Festival Hall des Southbank Centre, Konzerte bei den BBC Proms und beim Internationalen Festival von Edinburgh, bedeutende Tourneen durch die USA, Japan, Deutschland und Spanien sowie die Beteiligung an vielen wichtigen europäischen Festivals.

Das RPO gilt als das gefragteste Orchester von Großbritannien, eine Errungenschaft, über die sich Sir Thomas Beecham, der das Orchester 1946 gründete, gefreut hätte. Neben zahlreichen nationalen und internationalen Konzerten spielt das Orchester alljährlich in der Royal Albert Hall von London (wo es „Associated orchestra“ ist), in der Royal Festival Hall des Southbank Centre und in der Cadogan Hall, wo es seine 20. Saison als Residenzorchester feiern kann. In der Spielzeit 2024/25 vertieften sich Vasily Petrenko und das RPO für Lights in the Dark in die Werke von Komponisten, die große Herausforderungen meisterten, um einige ihrer schönsten Schöpfungen zu schaffen. So sind in dieser Reihe, welche die Kraft feiert, mit der die Musik einen und inspirieren kann, Meisterwerke zu hören wie Le Sacre du printemps von Strawinsky, das Konzert für Orchester von Bartók, die „Leningrader Symphonie“ von Schostakowitsch, die Vierte Symphonie von Tschaikowski und die Alpensymphonie von Strauss. In derselben Saison wurden auch „ungezwungene“ Konzerte angeboten, es gab Residenzen in verschiedenen Sälen im ganzen Land, eine große Tournee nach Deutschland und Österreich sowie Konzerte in weiteren Regionen von Europa und die Zusammenarbeit mit Musikern wie dem Ersten Co-Dirigenten Alexander Shelley, dem Partner-Komponisten Joe Hisaishi, den Solisten Jeneba Kanneh-Mason, Paul Lewis, Yunchan Lim, Eric Lu, Liya Petrova, Maxim Vengerov, Roderick Williams (Officer des britischen Verdienstordens), Esther Yoo und dem „Artist in Residence“ Johan Dalene.

Das Royal Philharmonic Orchestra sieht seine Aufgabe auch darin, die Orchestermusik ins Zentrum der heutigen Gesellschaft zu stellen und sich mittels der Zusammenarbeit mit kreativen Partnern stärker für die verschiedenen Gemeinschaften zu engagieren und so dafür zu sorgen, dass die Live-Orchestermusik einem möglichst breiten und diversen Publikum zugänglich wird. Um dieses Ziel zu erreichen, startete das Orchester 1993 das Programm „RPO Resound“, das zu dem innovativsten und angesehensten pädagogischen Gemeinschaftsprojekt sowohl in Großbritannien als auch international geworden ist. 2025 verlegte das Orchester seinen Sitz nach Wembley Park im Londoner Bezirk Brent. Dieser Umzug konkretisierte sein seit langem geltendes Bestreben, entsprechend seiner Mission in einem Gemeinwesen verwurzelt, also ein wirklich inklusives und modernes Orchester der heutigen Zeit zu sein.

Das RPO hat auch immer Unternehmergeist gezeigt: 1986 gründete es als erstes britisches Orchester ein eigenes CD-Label und wusste sich dann den technologischen Fortschritt im digitalen Bereich zunutze zu machen: Die Zahl der Streams seiner Einspielungen liegt jedes Jahr bei über 50 Millionen. Das internationale Publikum ist mit dem Orchester über dessen Website und seine sozialen Netzwerke in Kontakt, wo es Konzertübertragungen, Künstlerinterviews, Einblick hinter die Kulissen und vieles mehr teilt.

Die Aufnahme mit Werken von Elgar (Falstaff) und Rachmaninow (Les Cloches) unter der Leitung von Vasily Petrenko ist die erste Zusammenarbeit des RPO mit harmonia mundi.

 

Vasily Petrenko ist seit 2021 Chefdirigent des Royal Philharmonic Orchestra (RPO).

Er ist Ehrendirigent des Royal Liverpool Philharmonic Orchestra, nachdem er fünfzehn Jahre lang (von 2006 bis 2021) dessen brillanter Chefdirigent war. Er ist Chefdirigent des European Union Youth Orchestra (seit 2015) und Co-Dirigent des Symphonieorchesters von Castilla y León. Von 2013 bis 2020 war er Chefdirigent des Philharmonischen Orchesters von Oslo, und von 2009 bis 2013 leitete er in gleicher Position das National Youth Orchestra of Great Britain. 2022 gab er seinen Posten als künstlerischer Leiter des Staatlichen Akademischen Sinfonieorchesters Russlands „Jewgeni Swetlanov“ auf, nachdem er seit 2016 dessen Erster Gastdirigent und seit 2020 sein künstlerischer Leiter gewesen war.

Vasily Petrenko wurde 1976 geboren und begann seine musikalische Ausbildung an der Capella-Musikschule für Jungen im damaligen Leningrad, der ältesten Musikschule Russlands. Dann studierte er am Konservatorium derselben Stadt, wo er Meisterklassen von Persönlichkeiten wie Ilja Mussin, Mariss Jansons und Yuri Temirkanow besuchte.

Petrenko arbeitete mit vielen der bedeutendsten Orchester weltweit: Genannt seien die Berliner Philharmoniker, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Gewandhausorchester Leipzig, das London Symphony Orchestra, das London Philharmonic Orchestra, das Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia von Rom, die Sankt Petersburger Philharmoniker, das Orchestre national de France, die Tschechische Philharmonie, das NHK-Symphonieorchester von Tokio, das Hong Kong Philharmonic Orchestra und das Sydney Symphony Orchestra. In Nordamerika dirigierte er das Philadelphia Orchestra, das Los Angeles Philharmonic, das Cleveland Orchestra und die Symphonieorchester von San Francisco, Boston, Chicago und Montreal.

Vasily Petrenko ist auch im Musiktheater zu Hause und hat über dreißig Opern in seinem Repertoire. Er dirigierte viele Opernproduktionen, etwa beim Opernfestival von Glyndebourne, an der Opéra national de Paris, am Opernhaus Zürich, an der Bayerischen Staatsoper München und an der Metropolitan Opera New York.

Zu den jüngsten Höhepunkten seiner Laufbahn als Chefdirigent des Royal Philharmonic Orchestra gehört eine ausgedehnte Tournee in die großen europäischen Hauptstädte, nach China, Japan und in die USA, wo ein Konzert in der Carnegie Hall von New York sehr erfolgreich war. In London dirigierte er in der Royal Albert Hall eine eindrucksvolle Serie von Mahlers Chorsymphonien, er erkundete die Musik von Elgar und Rachmaninow in der Royal Festival Hall des Southbank Centre und trat 2024 mit Denis Kozhukhin bei den BBC Proms auf. In ihrer Londoner Saison 2024/25 feierten Vasily und das RPO die Kraft, mit der die Musik einen und inspirieren kann, mit Lights in the Dark, einer Reihe mit Meisterwerken von Strawinsky, Bartók, Schostakowitsch, Price, Weill, Tschaikowski, Sibelius und Strauss.

Auch als Musiker im Aufnahmestudio genießt Vasily Petrenko einen ausgezeichneten Ruf. Die Liste seiner Einspielungen ist lang, wobei vor allem die Zyklen der Symphonien von Schostakowitsch, Rachmaninow und Elgar mit dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra von der weltweiten Kritik gelobt wurden. Mit dem Philharmonischen Orchester von Oslo nahm er Skrjabins Symphonien und Strauss’ Symphonische Dichtungen sowie Werke von Prokofjew und Mjaskowski auf.

Im September 2017 wurde er bei den prestigeträchtigen Gramophone Awards als „Künstler des Jahres“ ausgezeichnet, zehn Jahre, nachdem er im Oktober 2007 den Preis „Junger Künstler des Jahres“ erhalten hatte. 2010 bekam er den Preis “Männlicher Künstler des Jahres“ bei den Classical BRIT Awards. Er wurde als erst zweite Persönlichkeit Ehrendoktor der Universität Liverpool und der Liverpool Hope University (2009) sowie Ehrenmitglied der Universität John Moores von Liverpool (2012): Damit wurde er für die große Bedeutung geehrt, die er für das Royal Liverpool Philharmonic Orchestra und die Kulturszene dieser Stadt hatte.

Seine Aufnahme mit Werken von Elgar (Falstaff) und Rachmaninow (Les Cloches) mit dem RPO ist die erste Zusammenarbeit mit harmonia mundi.

Website des Künstlers

Bevorstehende Konzerte

Alle Konzerte Alle Konzerte
West Palm Beach, FL, US
Sarasota, FL, US
Charleston, SC, US
Brookeville, NY, US
East Lansing, MI, US
Madison, WI, US
London, GB
London, GB
London, GB

Neuigkeiten zu den Künstlern mit einem Klick

Sie möchten regelmäßig über die Aktivitäten Ihrer Lieblingskünstler informiert werden und die Konzertdaten in Ihre Agenda eintragen? Melden Sie sich hier an!

Seitenanfang