Exzellenz als Passion, und dies seit 1958 schon

2008 feierte harmonia mundi sein fünfzigjähriges Bestehen und damit sein unermüdliches Erforschen des musikalischen Universums. Dazu gehören ein neuer Blick auf die Werke der Vergangenheit, so, als wären sie gestern erst entstanden, ebenso das Ablegen von Gewohnheiten und Traditionen, das Überschreiten von in der Branche üblichen Konventionen, um, wenn schon nicht zum Originalklang, so doch zumindest wieder zum anfänglichen „Auslöser“ zu gelangen, diesem stets geheimnisumwitterten Moment, in welchem ein Komponist die musikalischen Eingebungen, die ihm in den Sinn kommen, zu Papier bringt, ohne immer genau zu wissen, wohin ihn dieses Unterfangen letztlich führen wird.

Anlässlich dieses Jubiläums gab Bernard Coutaz, der Gründer von harmonia mundi, etliche Interviews und schilderte dabei die Geschichte des Labels, so etwa seine bewegten Anfänge als Produzent auf der Suche nach seltenen historischen Orgeln oder die „Entführung“ von Alfred Deller an einem schönen Juliabend 1970, zudem die Rolle von harmonia mundi bei den von Barockmusikerinnen und -musikern getragenen musikalischen Umwälzungen sowie die darauf folgende internationale Ausdehnung, welche dazu führte, dass harmonia mundi seit Anfang der 2000er Jahre mehrmals mit dem Titel „Label des Jahres“ ausgezeichnet wurde, so etwa 2005 (Gramophone), 2017 (Classica), 2018 (erneut Gramophone) und auch 2021 (nochmals Classica!). 2024 erhielt das Label drei Diapasons d’or de l’année und zwei Gramophone Awards (hier sei insbesondere Isabelle Faust erwähnt). 2025 begann mit dem großartigen Erfolg von Pablo Heras-Casado (Bester Dirigent) und Raphaël Pichon/Ensemble Pygmalion (Bestes Ensemble/Bester Chor) bei den OPER! Awards 2025 sowie der ICMA-Auszeichnung als bestes Vokal-Album 2025 für Samuel Hasselhorn und seine CD Urlicht. Nicht zu vergessen ein wohlverdienter 1. Platz bei den französischen Victoires de la musique classique für Lucile Richardot als Opernsängerin des Jahres 2025!

 

    Den Musikerinnen und Musikern, die jedes Jahr neu zu harmonia mundi stoßen, ist es ganz offensichtlich ein Anliegen, den Abenteuergeist und das passionierte Trachten nach Exzellenz, welche zur Gründung des Labels geführt haben, fortleben zu lassen. 2024 hat harmonia mundi Sänger wie etwa Carlo Vistoli (Countertenor), Julian Prégardien (Tenor), die Pianistin Aline Piboule, das Klavierduo Pavel Kolesnikov & Samson Tsoy, den Cembalisten Pierre Gallon, das Hanson-Quartett sowie das renommierte Toronto Symphony Orchestra unter der Leitung von Gustavo Gimeno exklusiv unter Vertrag genommen.

    2025 steht unter den besten Vorzeichen mit der Verpflichtung des Münchener Kammerorchesters unter der Leitung von Enrico Onofri, der NDR Radiophilharmonie (Stanislav Kochanovsky) und des Royal Philharmonic Orchestra (Vasily Petrenko), dann im vokalen Bereich von Gwendoline Blondeel (Sopran) und Paul-Antoine Bénos-Djian (Countertenor), zudem der Ensembles Près de votre oreille (Robin Pharo) und L’Encyclopédie (Florent Albrecht). Weitere Neuverpflichtungen werden in Kürze folgen; entsprechende Informationen sind jeweils auf der Webseite von harmonia mundi abrufbar.

    Anspruchsvoll aus Passion

    Das seit 1985 in Arles ansässige Unternehmen harmonia mundi veröffentlicht Aufnahmen von rund sechzig der renommiertesten internationalen Künstler der klassischen Musikwelt. Das Jahrzehnt von 1990 bis 2000 war geprägt von der Entstehung eines renommierten internationalen Vertriebsnetzes sowie einer frankreichweiten, in der CD-Ära weithin präsenten Ladenkette.

    Im Zeitraum zwischen dem Ableben des Label-Gründers Bernard Coutaz 2010 und dem Tod seiner Frau Eva Coutaz 2021 vollzog sich ein beispielloser Umbruch im Schallplattenwesen. Als harmonia mundi im Herbst 2015 in den von Kenneth Gates und Michel Lambot gegründeten [PIAS]-Konzern eingegliedert wurde, konnte sich das Unternehmen auch wieder auf sein ursprüngliches Betätigungsfeld konzentrieren, nämlich die Musikproduktion. Eingebettet in den nunmehr zu Universal Music gehörenden PIAS-Konzern hat sich das Label den Erfordernissen der neuen ökonomischen Bedingungen in der Musikwelt erfolgreich angepasst, ohne sein Trachten nach Spitzenleistungen aufzugeben, ganz im Gegenteil! Harmonia mundi ist stolz auf sein funktionierendes Unternehmenskonzept, siebenundsechzig Jahre nach seiner Gründung in einer einfachen Studentenbude.

    Zugleich steht jenes aber auch für ein künstlerisches Referenzmodell, dem harmonia mundi bis heute unverbrüchlich die Treue gehalten hat.

    Und nicht zuletzt für ein humanistisch geprägtes Handlungsmodell, das sich wie kein anderes höchst positiv von dem Getöse und dem kommerziellen Furor der heutigen Zeit abhebt.

    Logo harmonia mundi 1000x1000px

    Musik bedeutet für uns Freundschaft!

    Christian Girardin
    Chef des Labels

    Seitenanfang