Paul Lewis
Biografie
Paul Lewis’ Interpretationen und Einspielungen der Klavierwerke Beethovens und Schuberts für das Label harmonia mundi haben bisher stets einhelligen Beifall bei der Kritik gefunden und seinen Ruf als einer der bedeutendsten Interpreten des mitteleuropäischen Klavierrepertoires gefestigt.
Der britische Pianist, Träger zahlreicher internationaler Preise und Auszeichnungen, wurde von der Royal Philharmonic Society als Instrumentalist des Jahres 2003 geehrt. Zu seinen weiteren Auszeichnungen zählen u. a. zwei Edison Awards, drei Gramophone Awards, ein Diapason d'Or de l'année sowie der South Bank Show Classical Music Award. Er ist Ehrendoktor der Universitäten Liverpool, Edge Hill und Southampton und wurde im Rahmen der Queen’s Birthday Honours 2016 zum Commander of the Order of the British Empire (CBE) ernannt.
Lewis arbeitet regelmäßig als Solist mit bedeutenden Orchestern zusammen, darunter die Berliner Philharmoniker, das Chicago Symphony Orchestra, das London Symphony Orchestra, das London Philharmonic Orchestra, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das NHK Symphony Orchestra, das New York Philharmonic Orchestra, das Los Angeles Philharmonic Orchestra sowie das Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam und das Gewandhausorchester Leipzig. Aufgrund seiner engen Beziehungen zum Boston Symphony Orchestra wurde er als „Koussevitzky Artist 2020“ in Tanglewood ausgezeichnet.
Aufgrund seiner persönlichen Affinität zu Beethoven wirkte Paul Lewis in der dreiteiligen BBC-Dokumentation „Being Beethoven“ mit und führte dessen Klavierkonzerte in drei Konzerten im Sommer 2022 in Tanglewood sowie dann 2023 in Boston mit Andris Nelsons und dem Boston Symphony Orchestra auf. Er interpretierte diese Klavierkonzerte auch bei Auftritten weltweit und ist der erste Pianist überhaupt, der den kompletten Zyklus in einer einzigen Saison der BBC Proms (2010) präsentierte. Im Mai 2025 stehen erneute Aufführungen mit dem Oslo Philharmonic Orchestra und Eivind Aadland an.
Zwischen 2022 und 2025 begann Paul Lewis mit der Erarbeitung des Schubert’schen Repertoires; in der Folge präsentierte er Franz Schuberts vollendete Klaviersonaten in vier Programmen, an über vierzig Orten auf der ganzen Welt.
Im März 2025 spielte Lewis Thomas Larchers Klaviersonate als Welturaufführung im spanischen Oviedo, mit anschließenden Premieren des Werkes in loco in Österreich, in der Tschechischen Republik, den Niederlanden, in Italien, Singapur, in der Schweiz und dem Vereinigten Königreich sowie in den USA.
Den Juryvorsitz beim Van-Cliburn-Klavierwettbewerb übernimmt Paul Lewis in diesem Jahr (21. 5. – 7. 6. 2025) als erster nicht-amerikanischer Pianist.
Neben zahlreichen preisgekrönten Aufnahmen von Beethoven (sämtliche Sonaten und Konzerte, Bagatellen, Diabelli-Variationen) und Schubert (Sonaten, die großen Liederzyklen zusammen mit dem Tenor Mark Padmore) bezeugt seine umfangreiche Diskographie bei harmonia mundi auch seine charakteristische, in die Tiefe gehende Annäherung an romantische Werke wie etwa Schumanns Fantasie op. 17, Mussorgskys Bilder einer Ausstellung,
Brahms‘ Klavierkonzert Nr. 1, die Balladen op. 10, außerdem die späten Klavierstücke op. 116, 117, 118 und 119 sowie Liszts Sonate in h-Moll samt Klavierspätwerken.
Im Bereich der Kammermusik arbeitet Paul Lewis eng mit dem Tenor Mark Padmore zusammen, mit dem er Liederabende auf der ganzen Welt gibt, zudem verantwortet er zusammen mit seiner Frau die künstlerische Leitung des alljährlich stattfindenden Kammermusikfestivals Midsummer Music in Buckinghamshire, Vereinigtes Königreich.
Radio Filharmonisch Orkest
Stéphane Denève (dirigent)
Allan Clayton
Allan Clayton
Allan Clayton
allan Clayton (tenor)
Orchestra of St. Luke’s
