Pablo Heras-Casado
Biografie
Pablo Heras-Casado wurde 2025 bei den Oper! Awards und bei den Premios Ópera XXI als bester Dirigent des Jahres ausgezeichnet, nachdem er 2024 von der Zeitschrift „Opernwelt“ zum Dirigenten des Jahres und 2021 bei den International Classic Music Awards zum Künstler des Jahres gekürt wurde. Der Dirigent kann auf eine ungewöhnlich vielfältige und breit aufgestellte Karriere zurückblicken, die das große Sinfonie- und Opernrepertoire, historisch informierte Aufführungen sowie zeitgenössische Werke umfasst. Seine musikalische Persönlichkeit spiegelt sich am besten in seinen guten, langfristigen Beziehungen zu Spitzenorchestern auf der ganzen Welt wider; zudem knüpft er jedes Jahr neue berufliche Verbindungen und entwickelt dazu spannende Programme.
Als höchst gefragter Gastdirigent tritt Pablo Heras-Casado regelmäßig mit renommierten Orchestern auf, darunter u. a. das Philharmonia Orchestra, das Orchestre philharmonique de Radio France, die die Staatskapelle Berlin, die Münchner Philharmoniker, die NDR Elbphilharmonie, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, SWR Symphonieorchester, die Wiener Symphoniker, das Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia, die Filarmonica della Scala sowie das NHK Symphony Orchestra. In Nordamerika arbeitet er u. a. mit den Symphonieorchestern San Francisco, Chicago und Philadelphia sowie dem Los Angeles Philharmonic zusammen. Außerdem dirigierte er die Berliner und Wiener Philharmoniker, das Royal Concertgebouw Orchestra, die Staatskapelle Dresden, das Orchestre de Paris, das London Symphony Orchestra sowie das Orchester des Mariinsky-Theaters. Mit dem Freiburger Barockorchester verbindet ihn eine langjährige Zusammenarbeit mit umfangreichen Tournee- und Aufnahmeprojekten, darunter zuletzt Mendelssohns Ein Sommernachtstraum. Im Sommer 2022 begann Pablo Heras-Casado eine künstlerische Partnerschaft mit Anima Eterna Brügge; diese umfasst Tourneen mit sowie die Einspielung von Bruckners Symphonien auf historischen Instrumenten.
Im Frühjahr 2025 dirigierte Pablo Heras-Casado Richard Wagners Oper Der fliegende Holländer an der Berliner Staatsoper Unter den Linden und hat sich als einer der bedeutendsten Wagner-Dirigenten seiner Generation etabliert. Nach einem triumphalen Debüt bei den Bayreuther Festspielen mit Parsifal im Jahr 2023 wird er 2025 und 2026 erneut mit Parsifal auf dem grünen Hügel zu erleben sein. Für 2028 ist eine Neuinszenierung des Ring des Nibelungen angekündigt. Auch an der Wiener Staatsoper wird er 2026 einen kompletten Ring-Zyklus dirigieren ebenso wie an der Opéra national de Paris, an die er im Januar 2025 zurückkehrte und dort den Zyklus mit Das Rheingold eröffnete. Als Erster Gastdirigent des Teatro Real in Madrid hat Heras-Casado kürzlich Wagners Die Meistersinger von Nürnberg geleitet und einen Ring-Zyklus in vier aufeinanderfolgenden Spielzeiten abgeschlossen. Eine regelmäßige Zusammenarbeit verbindet ihn mit der Wiener Staatsoper, wo er in den letzten Jahren eine Monteverdi-Trilogie sowie Mozarts La clemenza di Tito und Ligetis Le Grand Macabre dirigierte. Außerdem gastierte er bereits am Teatro alla Scala, der Metropolitan Opera in New York, dem Festival d‘Aix-en-Provence und dem Festspielhaus Baden-Baden.
Heras-Casado kann auf eine umfangreiche Diskografie für harmonia mundi verweisen, darunter eine fortlaufende CD-Reihe unter dem Titel „Die Neue Romantik“, mit Einspielungen von Werken von Bruckner (Sinfonie Nr. 4 mit Anima Eterna Brügge), Mendelssohn (sämtliche Sinfonien), Schubert und Schumann. Zu den weiteren Veröffentlichungen des Labels gehören eine Reihe von Alben zum 250. Geburtstag Beethovens im Jahr 2020 (Freiburger Barockorchester), Werke von Manuel de Falla (Mahler Chamber Orchestra), Debussy (Philharmonia Orchestra), sämtliche Sinfonien von Schumann und Bartók (Münchner Philharmoniker), Strawinskys Le Sacre du printemps sowie Péter Eötvös‘ Violinkonzert Nr. 3, „Alhambra“, (Orchestre de Paris und Isabelle Faust), ein Werk, das Heras-Casado für das Granada Festival mit in Auftrag gab, dessen Musikalischer Leiter er von 2017 bis 2019 war.
Ilanah Lobel-Torres
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Letzte Aktualisierung August 2022
